Schlüssel zur Welt: Wer keinen Schlüssel hat, steht vor verschlossener Tür

Einladung zur Informationsveranstaltung des BayCIV am 29. Juni 2019 im Hörsaalzentrum des Uni-Klinikums Erlangen

Ohne den passenden Schlüssel kann ich nicht mal die eigene Wohnung betreten. Anders herum kann mich aber auch das Eingesperrt-Sein in den eigenen vier Wänden schwer belasten. Meinen Autoschlüssel übergebe ich nur jemandem, dem ich vertraue. Schlüssel sind wichtige Werkzeuge, die öffnen und schließen. Ich achte auf meine Schlüssel, denn sie ermöglichen mir ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit und Eigenverantwortung.

Am Schlüsselbund unseres Lebens mit Hörschädigung sind Hörgeräte und Cochlea Implantate ein wertvoller Schatz. Mit ihrer Hilfe haben wir Zugang zur Welt der Klänge. Mit der fantastischen Technik hinter und im Ohr können wir das Gezwitscher der Vögel, das Plätschern des Wassers und die Stimme unserer Mitmenschen wahrnehmen. Musik hören. Uns mitteilen, die eigene Isolation durchbrechen, mit anderen kommunizieren. Hörgeräte und Cochlea Implantate sind für uns schwerhörige, ertaubte, gehörlose Menschen ein wichtiger Schlüssel zur Welt.

Selbstverständlich fahre ich mein Auto jährlich zur Inspektion. In der Werkstatt wird der Antrieb vom Fachmann überprüft, je nach Bedarf Ölwechsel, Reifenwechsel ausgeführt, Kühlwasser nachgefüllt etc.

Auch unsere Hörsysteme müssen regelmäßig überprüft, gewartet werden. Manche Bestandteile sind im Laufe der Jahre abgenutzt und müssen ersetzt werden. Die Technik entwickelt sich rasend schnell. Mit der Zeit kann eine vollkommene Erneuerung, die Umstellung auf eine modernere, leistungsfähigere Serie erforderlich werden.

  • Woran erkenne ich, dass die Zeit reif ist für ein Update meines Hörsystems?
  • Ist eine Reimplantation eine besondere Herausforderung an den Chirurgen?
  • Welchen Maßstab setzt die Krankenkasse für die Sicherung meines bestmöglichen Hörens?

Fachvorträge und der Erfahrungsbericht einer Betroffenen lassen Antworten aufleuchten. Der kompetente, eigenverantwortliche Umgang mit unseren Hörsystemen ist ein lebenslanger Prozess. Hörtraining und Hörtaktik können die Grenzen der Technik erweitern und uns zu mehr Souveränität verhelfen. Mehr darüber in den verschiedenen Workshops am Nachmittag.

Wer unter uns schon technische Hilfsmittel wie induktives Hören oder Bluetooth getestet hat, schätzt die Leichtigkeit des Hörens durch die Unterstützung der Zusatztechnik. Am Infotag können wir uns durch Workshops und den Besuch der Aussteller über die neueste Entwicklung der Hörsysteme informieren und erfahren, durch welche Unterstützung wir noch entspannter, noch besser hören können.

Programm-Flyer zum Download
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Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe
Telefon: 09131 85-32981
E-Mail: ulrich.hoppe@uk-erlangen.de